Corona-Krise als Chance zur Digitalisierung im Live-Marketing?

Die Corona-Pandemie stellt alle Veranstalter und Händler, die standortbezogen arbeiten vor ungeahnte Herausforderungen. Strenge Vorlagen gehören nun zur neuen Normalität. Ist die Krise aber auch eine Chance zur Digitalisierung? Welche Technologien wie eingesetzt werden können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die grundlegenden Sicherheitsbestimmungen beziehen sich auf eine maximale Anzahl von Personen und Mindestabstände. Besucherströme sind kein kontinuierlicher und regelmässiger Fluss, der sich mit einem linearen System berechnen lässt. Menschen bewegen sich dynamisch, spontan und chaotisch. Simple “in and out”-Messungen gehörten vor Corona schon lange der Vergangenheit an. Es gibt Ballungszentren, spontane Spitzen und Nadelöhre . Wer diese Vernachlässigt, läuft Gefahr Sicherheitslücken aufzuweisen. Die maximale Anzahl von Personen in einem Raum einzuhalten, gewährleistet nicht zwingend die Sicherheit der Besucher.

Jeder, der Menschen physisch an einem Ort zusammenbringt, muss sich heute diese Fragen stellen. Das gilt für klassisches Standortmarketing wie auch für Messen. Betroffen sind auch Detailhändler, der öffentliche Verkehr, alle Live-Events wie Konzerte, oder Restaurants von diesen Massnahmen. Ohne technische Hilfsmittel ist den neuen Anforderungen kaum beizukommen. Händler und Veranstalter setzten sich bereits in der Vergangenheit mit neuen Messmethoden und Technologien auseinander. RFID, Beacons, Wlan, Bluetooth, Infrarotsensoren sind nur einige Schlagworte, wie zeitgemässe Besucherstrommessung aussieht.

Analytics und Benchmarking

Reichweiten, die Anzahl Besucher, einfache Interaktionsraten, Peak-Zeiten oder Return-Rates gehören schon heute zu jeder Standardauswertung einer professionellen Live-Marketing Analyse. Wer sich für eine technische Lösung entscheidet, sollte darauf achten, dass alle grundlegenden Zahlen übersichtlich und klar verständlich in einem Dashboard dargestellt sind.

Ein Messestand hat unter Umständen andere Bedürfnisse als der Messeveranstalter. Daher ist es wichtig, dass Kennzahlen individuell angepasst und nach Bedarf unkompliziert kombiniert werden können. Der Anwender muss einfache Analysen machen und schnelle Schlussfolgerungen ziehen können. Idealerweise zeigt ein gutes Dashboard konkrete Handlungsempfehlungen. Um möglichst unmittelbar reagieren zu können, ist empfohlen, bei der Auswahl des Systems auf eine Real Time Analyse zu achten. So kann der Veranstalter noch während des laufenden Events Optimierungen vornehmen und korrigierend eingreifen.

Benchmarking ist der Schlüssel zum Verständnis der eigenen Messung. Einzelne Kennzahlen sind oft nicht aussagekräftig genug, wenn sie sich nicht vergleichen lassen. Nicht viele Veranstalter können auf eine grosse Menge selbst generierter Daten zurückgreifen, um sinnvolle Vergleiche herzustellen. Neben einem Basis-Analytics und individualisiertem Dashboard bietet eine gute technische Lösung das Benchmarking in seinen Funktionalitäten an. Aus dem Vergleich mit Mitbewerbern lassen sich schnellere Rückschlüsse ziehen. Bekannte Fehler sind so von Anfang an ausgeschlossen und alle profitieren von einem gemeinsamen Lernen.

Besucherströme und Personenansammlungen 

Heatmaps dienen dem Erkennen von Ansammlungen. Sie stellen visuell dar, an welchen Orten sich viele Besucher gleichzeitig befinden. Für Corona-Sicherheitsaspekte gewinnt dieser Punkt an grosser Bedeutung: Ein Raum kann die erlaubte maximale Anzahl Personen unterschreiten und durch einzelne Hotspots dennoch ein Sicherheitsrisiko für die Besucher darstellen. Eine Heatmap Analyse zeigt rechtzeitig auf, welche Bereiche der Location die grösste Anzahl an Besuchern anzieht. So kann der Veranstalter rechtzeitig eingreifen und grosse Ansammlungen oder Nadelöhre entschärfen. Konflikte für Mindestabstände werden verhindert, bevor sie überhaupt entstehen.

Heatmap in a retail space

Ähnlich zu Heatmaps verhalten sich Flow Maps. Hier wird nicht nur das statische Ballungszentrum beobachtet, sondern auch der dynamische Strom der Besucher. Flow Maps zeigen auf, ob es typische Strecken gibt, die Kunden immer wieder verwenden. Eine Flow Map signalisiert, wenn zu viele Personen eine bestimmte Route zu einer bestimmten Uhrzeit frequentieren. Dadurch entsteht ein Risiko für Mindestabstände. Mit diesem Wissen können Durchgänge umgehend erweitert oder Besucher umgeleitet werden.

Zonenanalyse und Fill-level Counting

Mit der Einhaltung einer Höchstzahl von Personen pro Quadratmeter ist für die Sicherheit der Besucher nicht gesorgt. Besonders weitläufige Räume mit verwinkelten Gängen, wie es für Messen oder im Detailhandel üblich ist, sind zu gross für eine übergreifende Messung. Als Best Practice bewährt ist die Zonenanalyse. Der gesamte Bereich wird virtuell in definierte Zonen eingeteilt. Jedem dieser Zonen wird nun eine individuelle Vorgabe zugewiesen. So können für den gleichen Raum unterschiedliche Mindestabstände festgelegt werden.  

Aktuell wird die maximale Anzahl von Personen für einen bestimmten Bereich oft mit einfachen Hinweiselementen wie Schildern angezeigt. Dieses System basiert auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen und ist nicht rückverfolgbar. Ohne Messung lässt sich im Nachhinein keine Einsicht gewinnen für zukünftige Optimierungen. Sicherheitslücken bleiben so unentdeckt. Ein Fill-Level Counting zählt mit, ob die maximale Anzahl an Personen in einem bestimmten Bereich, wie einem Lift eingehalten wird. Wird die Vorgabe überschritten, setzt das System die gewünschte Warnung ab. Das kann ein visuelles Ampelsystem oder auch eine automatische Eskalation per SMS an die Verantwortlichen sein.

Gruppen identifizieren

Demographische Merkmale wie Alter und Geschlecht sind für jede Marketingauswertung ein wichtiger Aspekt. Für sicherheitsrelevante Fragen lässt sich diese Messung auf die Erkennung von Besuchern und Mitarbeitern erweitern. Eine unerwünschte Personenansammlung lässt sich so einfach entschärfen: Mitarbeitern erhalten die Vorgabe, zu bestimmten Zeiten bestimmte Areale oder Laufwege zu vermeiden.  

In den spezifischen Ballungszentren ist es zudem auch möglich unmittelbar zu erkennen, ob ein Mindestabstand zwischen zwei bestimmten Personen eingehalten wird. Wird dieser unterschritten setzt das System eine Warnung ab. Bereits heute ist es möglich, den Verantwortlichen durch eine SMS Warnung direkt zu benachrichtigen. Das Messsystem muss in der Lage sein, Gruppen zu identifizieren und unterschiedlich zu werten. Eine Familie mit Kindern muss erkannt und mit einem geringeren Mindestabstand gewertet werden, wie zwei fremde Personen.   

Reinigung  und Desinfektion

Heat und Flow Maps lassen sich auch für die Planung der Reinigung und Desinfektion sehr gut einsetzen: Stark frequentierte Zonen müssen gegebenenfalls mehrmals am Tag oder intensiver gereinigt werden. Auch in der Interaktion mit Objekten lässt sich messen, ob ein Besucher einen Gegenstand berührt oder bewegt. So können Ausstellungsobjekte einzeln überwacht werden und es wird sofort erkannt, ob sie einer häufigeren Desinfektion bedürfen.

Mit dem richtigen Partner arbeiten

livealytics ist ein Start-up mit Sitz in Zürich mit Spezialisierung auf Besucherstrommessung auf höchstem Tech-Niveau. Wir setzen die neuesten Technologien ein, um mehr als nur Personen zu zählen.  Zu allen genannten Punkten bieten wir unkomplizierte Lösungen an, die sich einfach in die bestehende Infrastruktur einfügen. Wir beraten Sie bei Ihren Sicherheitsmassnahmen und ermöglichen eine schnelle Umsetzung.

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